12.11.2005

Bauvertrag

Bauvertrag für ein Einfamilienhaus, Zweifamilienhaus, Mehrfamilienhaus oder Reihenhaus
Sie beschließen, Ihr eigenes Heim zu errichten. Alles scheint zu stimmen: Architekt, Baupläne, Entwurf, Baufirma und Finanzierung. Fehlt nur noch der Vertrag über die Bauausführung.

Der Ihnen zur Unterschrift vorgelegte Bauvertrag oder Bauherrenvertrag ist lang und kompliziert. Sie lesen ein paar Mustertexte im Internet und finden, dass der Vertrag in Ordnung ist. Die Regelungen über Vorleistungen, Abschlagszahlungen und Gewährleistung scheinen zu stimmen. Einen Rechtsanwalt beauftragen Sie nicht mit der Prüfung des Vertragsentwurfs, weil Sie das Honorar sparen und lieber in die Innenaustattung der eignen vier Wände stecken wollen. Außerdem wirkt der Vertreter der Bufirma seriös.

Falsch gedacht. Die Baufirma hat die eigenen Interessen im Kopf und im Vertragsentwurf, nicht Ihre. Das eingesparte Honorar für den von Ihnen nicht beauftragten Rechtsanwalt wäre eine gut angelegte Versicherungsprämie gewesen, weil ein von Ihnen beauftragter Anwalt für einen Beratungsfehler und die Ihnen hieraus entstehenden Schäden haftet. Übrigens sind Anwälte für solche Fälle versichert.

Preisfrage: Mit welcher Variante fährt man besser, wenn der Bau der Wunschimmobilie später wegen Baumängeln oder der Insolvenz der Baufirma vor Fertigstellung zum Streitfall wird?
  1. Vertragsprüfung durch "Eigenleistung"?
  2. Vertragsprüfung durch einen selbst beauftragten Rechtsanwalt?

Beratung durch Rechtsanwältin Anneliese Reeckmann